MATERIALIEN


Hochwertig & Langlebig

Das Wort Brokat stammt aus der lateinischen Sprache und leitet sich vom Wort broccare (deutsche Bedeutung: sticken) ab. Brokat ist ein etwas schwerer und fester Stoff in dem Gold- oder Silberfäden miteingewebt wurden. Brokatstoff ist für seine aufwendig gewebten, schönen Muster bekannt, die in der Atlasbindung gewebt werden. Für die Herstellung werden nur hochwertige Materialien verwendet. Früher waren Brokatstoffe vor allem ein Privileg der Adligen und auch heute noch ist Brokat wegen seiner wertvollen Rohstoffe sehr kostbar. 


Die Bezeichnung für den Stoff Damast leitet sich von Syriens Hauptstadt Damaskus ab. Beim Damaststoff entsteht ein außergewöhnliches Muster, die Webart für Damast ist eine Unterkategorie der Atlasbindung. Es werden mehrere Kettfäden übergangen und untergangen, so dass die feinen Ornamente im Stoff entstehen. Die Vorder- und Rückseite erhält einen Positiv-/Negativeffekt, ist damit auf beiden Seiten unterschiedlich, aber dennoch gleich optisch ansprechend. Da die Webtechnik derart aufwendig ist, werden Damaste an speziellen Webstühlen hergestellt, zudem werden nur hochwertige Materialien verwendet. Da sich der Name Damast von der Stadt ableitet, könnte man meinen, der Stoff kommt aus diesem Ort. Tatsächlich begann die Geschichte des Damasts jedoch nicht in Syrien. Damast kam über die Seidenstraße aus China, auf der viele Stoffe ihren Weg in die Welt fanden. In Damaskus fanden die Menschen großen Gefallen an dem Textil und begannen diesen erfolgreich selbst herzustellen. Der in Damaskus gewebte Damast war dermaßen beliebt, dass man den Namen übernommen hat. Die weiterführende Geschichte des Damasts zeigt deutlich, wie geschätzt der edle Stoff war. In Deutschland wurde Damast das erste Mal in 1666 gewebt.


Der Name Perkal kommt aus dem Persischen von pargalah (auf Deutsch: Tuch) und bezeichnet ein dicht gewebtes, mittelschweres und feinfädiges Baumwollgewebe, welches in Leinwandbindung gefertigt wird. Der Stoff ist fest, langlebig und hat eine glatte Oberfläche, die sehr hautsympathisch ist. Wegen seiner atmungsaktiven Eigenschaften und dem angenehm kühlen Gefühl, wird Perkal Gewebe gern als Material für Sommerbettwäsche und Bettlaken verwendet. Ein Artikel aus Perkal in 100% Baumwolle überzeugt durch hervorragende Qualität und gute Eigenschaften. Perkal hat Ähnlichkeiten zu Kambrik oder Batist, im Vergleich zu Batist ist Perkal jedoch dichter gewebt und damit strapazierfähiger. Mako-Perkal ist aus ägyptischer Baumwolle gefertigt, welche zu der wertvollsten Baumwollart der Welt gehört.


Batist ist ein Textil in Leinwandbindung, das aus Baumwolle,  angefertigt wird. Der Stoff ist feinfädig, dicht gewebt und leicht. Woher der Name Batist kommt ist nicht ganz geklärt. Eine Möglichkeit wäre die Ableitung von dem französischen Leinweber Jean Baptist aus dem 13. Jahrhundert. Dieser soll ein Textil hergestellt haben, dass von der Art her an den Batist erinnert. Eine andere Erklärung wäre die Herleitung von dem indischen Wort Baftas, was für weißen Kattun steht. Kattun ist ein glattes, sehr dichtes Baumwollgewebe das dem Batist ähnelt. Wegen seiner luftigen Leichtigkeit wird Batist gerne für Bettwäschen verwendet. Das nahezu durchscheinende Gewebe liegt sehr zart auf der Haut und fühlt sich angenehm an. Bei der Herstellung unserer Batist Bettwäsche wird nur reine ägyptische Baumwolle verwendet.


In der Natur ist Leinen (auf Englisch: linen) eine aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnene Faser, die Flachsfaser. Der Name Flachs, der teilweise für Leinen synonym verwendet wird, leitet sich von dieser Pflanze ab, die oftmals auch als Gemeiner Lein bezeichnet wird. Die Faser Leine gehört zu den Bastfasern, denn sie bildet Bündel. Baumwollfasern hingegen bestehen aus unverbundenen Einzelfasern. Im Mittelalter war der Stoff sehr beliebt, wegen seiner schmutzabweisenden und atmungsaktiven Eigenschaften. Gerade bei körperlicher Arbeit auf dem Feld, bei der man stark schwitzte und mit viel Schmutz zu kämpfen hatte. Fast bis ins 20. Jahrhundert wurden die Garne Großteils handgesponnen. Baumwolle hat Leinen fast aus dem Markt verdrängt, aber in den letzten Jahren gewann es wieder an Beliebtheit und wird vermehrt hergestellt. Leinenstoffe sind seit einigen Jahren wieder im Kommen, da wieder mehr Wert auf ökologische Naturfasern gelegt wird. Stoffe aus Leinen haben eine hohe Qualität und sind fein gewebt.


Satin leitet sich von dem arabischen Wort Zaytoun oder Zaitun ab, was für die chinesische Stadt Quanzhou steht. Die Stadt Quanzhou in der südostchinesischen Provinz Fujian hatte früher einen der bedeutsamsten Handelshäfen. Als man die Seidenstraße für zu unsicher erklärte, verlegte man den Handel über die Meere und Quanzhou blühte im Mittelpunkt des Handels mit Seide auf. Mako-Satin ist die edlere Variante vom einfachen Baumwollsatin, denn der hochwertige Mako Satin Stoff wird aus 100% ägyptischer Baumwolle hergestellt. Gewebt in der Atlasbindung entstehen eine glänzende Oberfläche und eine matte Unterseite. Das Textil ist glatt und fühlt sich sehr angenehm und weich auf der Haut an. Dies sind hervorragende Eigenschaften für Bettwäsche, da sie ein wohliges Schlafgefühl begünstigen. Zudem wirkt der Satin-Glanz sehr edel und Stoffe aus Mako-Satin finden hohen Anklang in der Textilindustrie. Eine Garnitur Bettwäsche aus Mako-Satin-Gewebe kann sowohl unifarben als auch mit einem schönen Muster in bunter Farbe bedruckt sein.


Seide zählt zu den tierischen Naturfasern und wird aus den Kokons der Seidenspinnerraupe gewonnen. Der Seidenspinner ist eine ursprünglich in China beheimatete Schmetterlingsart, die heutzutage für die Seidengewinnung in großer Anzahl gezüchtet wird. Wenn sich die Raupe verpuppt, produziert sie mittels spezieller Drüsen am Kopf die Seidenfaser, auch Filament genannt, in die sie sich schließlich mehrere hunderttausend Mal einwickelt. Seide ist die einzige in der Natur vorkommende textile Endlosfaser. In China hat die Seide Herstellung bereits eine unglaubliche lange Geschichte. Man vermutet, dass erste Seidenerzeugnisse bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. unter Kaiser Fu Xi hergestellt worden sind. Fest steht, dass der Seidenhandel bereits zu Beginn unserer Zeitrechnung florierte. Die vornehmen Frauen Roms liebten das luxuriöse Material, um sich damit zu schmücken - vor allem aber auch, um ihren Reichtum zur Schau zu stellen. Immerhin dauerte der Transport von den Häfen Chinas bis zur italienischen Küste ganze 18 Monate. Entsprechend astronomisch war vermutlich auch der Preis. Seide avancierte zum Statussymbol der Reichen und Mächtigen, davon profitierte natürlich auch die Seide Herstellung. Die Faser war auch schon immer sehr beliebt für die Herstellung von Seidenbettwäsche. Ein Import über die legendäre Seidenstraße setzte verstärkt ab dem 2. Jahrhundert n. Chr. ein. Bis ins späte Mittelalter hinein wurde die Seidenstraße, die Asien und das Mittelmeer auf dem Landweg verbindet, von Handelskarawanen genutzt. Im 17. bis 19. Jahrhundert entwickelten sich in Frankreich, der Schweiz und in Deutschland bedeutende Seidenindustrien.